Polizei präsentiert vermeintliches Geständnis

10. Dezember 2008

Text: sid

Im Prozess um den Raubmord an dem früheren österreichischen Fußballprofi Peter Burgstaller hat die Polizei ein schriftliches Geständnis des Hauptverdächtigen vorgelegt. Laut dem Schreiben, das drei Tage nach Burgstallers Tod aufgesetzt worden war, hat der 26-Jährige die Tat zugegeben.

Thulani Shange, Anwalt des Verdächtigen, wollte das Schriftstück allerdings nicht gelten lassen. Sein Mandant habe die Aussage nie getätigt, außerdem sei das Verhör ohne juristischen Beistand erfolgt. `Er wurde lediglich vom Dolmetscher gebeten, ein Statement zu unterschreiben´, verteidigte er seinen Mandanten. Burgstaller war am 23. November 2007 auf einem Golfplatz in der Nähe von Durban ermordet worden.

Neben dem Hauptverdächtigen ist auch dessen Bruder des Mordes angeklagt. In dem vermeintlichen Geständnis taucht dieser aber nicht auf. Demnach habe er sich mit zwei weiteren Komplizen Zutritt zum Gelände verschafft. Dann habe er Burgstaller je einmal in Rücken und Magen geschossen. Die drei Täter seien dann mit 340 Rand (26 Euro) und einem Mobiltelefon geflohen.

Die Aussage steht allerdings im Widerspruch zur Obduktion Burgstallers. Laut Gerichtsmediziner Iekram Alli wurde der Österreicher nur von einem Projektil getroffen, das die Lunge durchschlug und das Herz verletzte.

http://www.11freunde.de/newsticker/116413#

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